Öffnungszeiten

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April, Oktober

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Sortenentdeckungen

Obstsorten, von uns entdeckt, erstmals vermehrt und verbreitet...

Rottaler Sämling

diese Kirschsorte gehört zu den gesündesten und frosthärtesten uns bekannten Kirschsorten. Die Früchte sind mittelgroß, fast schwarz und sehr aromatisch; das Fruchtfleisch ist ebenso dunkel, meist auch madenfrei. Gepreßt ergeben die Früchte einen sehr dunklen, süßen Saft mit Wildkirschengeschmack. Die Früchte faulen nicht, sondern schrumpfen bei Überreife und werden noch süßer. Sie reifen von der 5. bis zur 7. Kirschwoche. Mein Vater benannte die Sorte als Rottaler Sämling, da sie aus einem Bauerngarten aus dem Rottal stammt, wo er sie um 1980 als über 100 jährigen Sämlingsbaum fand.

Rote Späternte – eine besondere Kirsche....

ein etwas ungewöhnlicher Name für eine Kirschensorte. Als ich in meiner Lehrzeit um 1988 meinen Opa nach dieser etwas eigenartig klingenden Kirschensorte fragte, antwortete er mir mit einem Schmunzeln im Gesicht. „Tja, eine schon besondere Kirschensorte. Um 1950 kam ein Landwirt zu uns in die Baumschule und brachte im Frühherbst noch schöne Kirschen mit und wollte wissen, um welche Sorte es sich hier handeln könnte.“  Dass diese Sorte eine Besonderheit ist, fiel meinem Opa sofort auf.  Er fragte nach der Adresse des Kunden und fuhr zu ihm hin. Dort angekommen staunte er nicht schlecht: In einem Bauerngarten stand ein riesiger Kirschbaum, ein Sämling, gesund und urig gewachsen. Der Baum mußte mindestens 100 Jahre alt sein. Er schnitt Reiser ab und vermehrte die Sorte unter obigen Namen weiter. „Es ist für mich die bisher spätest reifende Kirschensorte, daher der Name....“ Ich meinte, der Name hört sich aber eher wie eine Weinrebensorte an. Er lachte, sagte aber nur: „das passt schon“. Und so blieb der Name. In den letzten Jahren hat sich die Sorte als besonders robust gegen Sprühfleckenkrankheit herausgestellt. Die Sorte ist auch geeignet für Lagen, in denen Kirschbäume als nicht anbaufähig gelten. Die Frucht ist eher klein als groß, doch schätzen viele ihren aromatischen Wildkirschengeschmack. Durch die späte Reifezeit ist die Sorte madenfrei.

Beutelsbacher Rambur

Beutelsbacher Rambur

1914 entdeckte Franz Xaver Klinger, Bäcker aus Beutelsbach bei Ortenburg, Landkreis Passau, in seinem Garten einen Sämling mit sehr großen Äpfeln. Er war erstaunt über die Schönheit der Früchte. Um 1930 brachte er Früchte und Reiser zu uns in die Baumschule. Seither vermehren wir die Sorte nach seinem Fundort: Beutelsbacher Rambur.  Ein besonders großer, intensiv rotgestreifter erst säuerlichsüß, später süß schmeckender, fester, knackiger, leicht aromatischer Apfel mit intensivem Duft. Eine sehr gute Streuobstwiesensorte für freie Lagen; bestens geeignet zur Saftgewinnung, guter Tafel- und Verarbeitungsapfel.

Kolberreutbirne – die Kletzenbirne

Kolberreutbirne

diese alte Kletzenbirnensorte wurde in einer Straßenkurve in Rottersham bei Ruhstorf im Rottal von einem Bauer mit Namen Kolmer aufgefunden. Im niederbayrischen Dialekt wird eine Kurve als Reim bezeichnet. Im Laufe der Zeit wurde wohl aus Kolmer Kolber und aus Reim Reut. Die Sorte wächst zu gewaltigen, markanten Birnbäumen mit Wildbirnencharakter heran. Die Frucht ist eher kleiner und rundlich. Sie ist sehr beliebt zum Dörren (Kletzenbirne), Einmachen und Mosten.

Niederbayrische Hauszwetsche

Früher war es oftmals üblich, dass, wer einen Obstgarten sein Eigen nennt, Hauszwetschen durch Wurzelausläufer weitervermeht. Manche säten auch Kerne aus. In unserem Dorf Nöham, säte ein solch Gartenbesitzer mit Hausnamen 'Beim Lenzn' Kerne der Hauszwetsche aus und pflanzte die jungen Pflänzchen um 1940 in seinen Garten. Eines davon entwickelte sich zu einem besonders gesunden und kräftigen Bäumchen heran. Auch die Frucht stellte sich in regenarmen Jahren als sehr widerstandsfähig gegenüber Eintrocknen der Frucht heraus. Aus diesem Grund haben wir diesen Typ um 1980 in unser Sortiment aufgenommen und sie als Niederbayrische Hauszwetsche benannt. Sie ist besonders für schwerere Lehmböden geeignet.

Gelbfleischiger Kernechter vom Vorgebirge

vielen Obstliebhabern ist die Sorte 'Kernechter vom Vorgebirge' als kleinerer, süßer und sehr robuster Spätpfirsich bekannt.  Unser gelbfleischiger Typ hat ein sehr feines Pfirsicharoma und ist bestens zum Einmachen und Verarbeiten geeignet. Die Sorte ist sehr robust gegenüber Kräuselkrankheit. Aufgefunden wurde die Sorte um 1985 als Sämling in einem Siedlungsgarten in Landau an der Isar.

 


Ihr Gärtnermeister
Baumgartner Gerhard