Obstbaumschnitt


Um einen guten Obstertrag zu erzielen, ist ein regelmäßiger Schnitt erforderlich.

Wir unterteilen in folgende Schnitte:

  1. Pflanzschnitt
  2. Erziehungsschnitt
  3. Instandhaltungsschnitt

Alle oben angegebenen Schnitte sollten im Frühjahr ausgeführt werden.

Der Pflanzschnitt:
Dieser Schnitt wird als erster Schnitt nach dem Pflanzen ausgeführt. Er sollte aber erst, auch bei Herbstpflanzung, im Frühjahr nach den stärksten Frösten ausgeführt werden.
An der geschnittenen Krone sollten ein Mitteltrieb und bis zu vier Seitenäste bleiben, die restlichen sind zu entfernen. Die Seitentriebe sind zur Hälfte auf ein Außenauge (Knospe nach außen) zurückzuschneiden. Die Seitentriebe sind somit alle gleich lang. Der Mitteltieb muß eine Handlänge länger bleiben. Scheuen Sie sich nicht vor diesem starken Rückschnitt, es wird daraufhin eine umso schönere Krone.

Der Erziehungsschnitt:
Dieser Schnitt bezeichnet des Einkürzen der Triebe und Ausschneiden der Krone in den nächsten 3 bis 4 Jahren. Ein Einkürzen der Triebe um ca. ein Drittel fördert das Wachstum des Baumes und somit die Stärkung der Triebe. Diese werden für den späteren Fruchtbehang vorbereitet und gestärkt. Es ist darauf zu achten, dass alle Triebe zurückgeschnitten werden und ein gleichmäßiger Kronenaufbau entsteht.
Sich kreuzende oder zu dicht stehende Triebe werden aus der Krone geschnitten, um eine lichte Krone zu schaffen; keine Stummel stehen lassen.
Der Instandhaltungsschnitt:
Dieser Schnitt bedeutet, dass in den Jahren nach dem Erziehungsschnitt (ab 4. bis 5. Jahr) ein Auslichtungsschnitt stattfinden sollte, d.h. überhängende, sich kreuzende und abgestorbene oder kranke Triebe aus der Krone entfernen. Der Baum bleibt wüchsiger und gesünder.